Die digitale Rösterei – Stand 2018

von | Feb 26, 2018

Es ist 2018 und wir erleben einen kleinen Rückschritt. Besonders hilfreich war die Integration von sendcloud als Dienstleister für die Erstellung der Etiketten und der Versandbenachrichtigungen. Das hat so ausgesprochen gut geklappt, dass es einfach eine Freude war, damit zu arbeiten. Leider war es scheinbar notwendig, das Geschäftsmodell zu ändern, so dass für unser Anwendungsszenario (Erstellung Etiketten, Tarif aus eingenem Rahmenvertrag) nun tatsächlich 39 EUR Grundgebühr fällig würden. Das würde die Versandkosten allerdings auf ein nicht mehr vertretbares Level heben. Daher haben wir schweren Herzens die Nutzung von sendcloud eingestellt.

Die Suche nach Alternativen

Die Suche nach anderweitigen Lösungen hat leider ein ernüchterndes Ergebnis gehabt.

  • Packlink Pro: es fällt mir schwer, dieses “Pro” bestätigen zu können. Der WP-Import von Bestellungen funktioniert zwar, alles andere aber ist ein Graus. Die Sendungsverfolgung ist nicht aktuell, der Überblick geht total schnell verloren. Darüber hinaus ist die Nutzung eigener Verträge entgegen dem Hinweis auf der Webseite nicht möglich. Es fehlt an Grundlagen, bspw. wird die Bestellnummer, obwohl im Import enthalten, nicht auf das Paketlabel aufgedruckt. 
  • jumingo: Preislich nicht sonderlich attraktiv, funktional noch weniger
  • sendcloud: bei Nutzung der sendcloud-eigenen Rahmenverträge nicht sonderlich attraktiv.

Als Lösung haben wir nun die wohl 2002ste Variante gewählt, die man sich denken kann: Bestellungen als CSV exportieren und im DPD-Interface importieren. Damit ersparen wir uns das abtippen, Format und Gewicht muss man ohnehin festlegen, und dann ab damit. Wir haben so die Möglichkeit, die Vorteile des Rahmenvertrags der Deutschen Röstergilde ausnutzen zu können, und ersparen uns zeitgleich soviel manuelle Bearbeitungsschritte wie aktuell möglich. Es sind mir persönlich immer noch ein paar zuviel, aber besser als die manuelle Erfassung ist es allemal.

Nachdem wir nun ein Jahr des vollen Betriebs hinter uns haben, haben wir unsere Versandkosten einmal auf den Prüfstand gestellt und leicht korrigiert. Statt 3,95€ kosten Pakete nun 4,95€. Zurückzuführen ist das vor allem auf leicht angestiegene Verpackungskosten. Bei unseren Kaffees achten wir auf ein faires Preismodell und wir denken, das mit den Versandkosten ebenfalls erreicht zu haben. Sofern wir den Dienstleister nicht wechseln (wonach es nicht aussieht), haben wir damit nun einen stabilen Stand erreicht. Weiterhin möglich ist der unversicherte Versand ohne Tracking für Kaffees bis zu 750 gr als Maxibrief für 2,95€.