Comandante Handmühle: Nitroblade vs. Ironheart

Herzlich Willkommen bei unserem total unwissenschaftlichen, subjektiven Espressotest der Comandante Handmühlen. “Expect the Best!”, heißt es so schön in der Werbung. Dass die Mühlen außergewöhnlich gut in Verarbeitung und Mahlgut sind, steht außer Frage und war auch nicht im Fokus des Tests. Viel mehr ging es darum, ob man geschmackliche Unterschiede zwischen den beiden Varianten Ironheart und Nitroblade herausschmecken kann und welche Unterschiede zwischen den Mahlwerken bestehen.

Wer nicht bis zum Ende lesen will: es gibt sie, die Unterschiede. Und sie sind gewaltig. Die Ironheart ist in der Tat die Espressomühle, die Nitroblade brilliert dafür bei der Filterzubereitung. Natürlich kann man mit jeder Mühle jede Zubereitung bedienen, und zwar wahrscheinlich deutlich komfortabler und konsistenter als mit manch anderer Handmühle.

Aber warum Kompromisse eingehen?

  • La Spaziale Dream T
  • Comandante Nitroblade American Cherry
  • Comandante Ironheart Sword
  • Fiorenzato F4e nano
  • Als Kaffee kam der Kijami Espresso zum Einsatz
  • Vergleichskaffee zwischen elektrischer und Handmühle: unser Java Jampit
  • Beide Mühlen kamen im Wechsel zum Einsatz.
  • Die Bohnen wurden mit einem Löffelende Wasser benetzt, um statische Aufladung zu reduzieren.
  • Das Mahlgut wurde mit dem Siebträger gewogen, um Varianzen möglichst weit ausschließen zu können.
  • Zwischen den einzelnen Runde habe ich mit Wasser neutralisiert.
  • Nach Runde 3 ging es zunächst nur noch mit Ironheart weiter, da sich die Ergebnisse immer mehr dem Espresso näherten, wie er zu erhoffen war.
  • Dass die Zeiten für die Mahldauer relativ sind, zeigt der Sprung zwischen Runde 3, 4 und 5. Dies soll nur als Orientierungswert dienen.
  • Mit dem Mahlgrad “9” auf der Ironheart habe ich zum Vergleich einen Java Jampit gemahlen, der zudem auch in der Fiorenzato war.
  • Es wurde bewusst kein Espresso aus unserem Sortiment genommen. Den Kijami Espresso habe ich erst im Test kennengelernt und konnte ihn daher neutral beurteilen konnte. Ingesamt ist mir der Espresso immer etwas zu fruchtig rausgekommen, zu säurelastig. Die Ergebnisse mit der Ironheart waren jedoch beim Mahlgrad 9 durchwegs ordentlich, die Säure kommt aus der Bohne, nicht von Unterextraktion..
  • Der Vergleichstest mit dem Java Jampit zeigte dann, dass das Ergebnis bei einem etwas schokoladigeren Espresso wirklich mit elektrischen Mühlen vergleichbare Ergebnisse liefern.
  • Das Fenster für Espresso war bei der Nitroblade dennoch recht eng. Es wäre interessant, diesen Test mit einem anderen Espresso und beschränkt auf die Mahlgradstufen 7-10 zu wiederholen.
  • Die Nitroblade liefert komplett andere Ergebnisse. Während die Ironheart im Mahlgrad 8 überextrahiert, gibt es bei der Nitroblade eine deutliche Unterextraktion. Zwei Stufen weiter, befinden wir uns jedoch schon in der kompletten Überextraktion bei der Comandante Nitro Blade.
  • Auf den Bildern sind die Ergebnisse in der Tasse mit dem jeweiligen Versuch abgebildet. Interessant, dass in der Unterextraktion ein Tigermuster zu erkennen war, später nicht mehr.
  • Die Comandante Ironheart ist in der Tat die Espressomühle unter beiden. Sie liefert mit dem erzeugten Mahlgut im Siebträger ab.
  • Aus der Comandate Nitroblade habe ich an dem Abend keinen Espresso erzeugen können, der mir geschmeckt hat. Das Mahlgut selbst mutet absolut Espressotauglich an. Hier wäre die Stufe 7 noch zu testen gewesen, aber ich konnte keinen Kaffee mehr schmecken.
  • Einen geschmacklichen Vergleich zwischen beiden Mühlen bei tauglichem Espresso in der Tasse konnte ich daher nicht wirklich rausarbeiten. Es zeigt sich aber, dass “die eine” Anleitnug, die meinen Mühlen beilag, hinsichtlich der Mahlgradempfehlung mit großer Vorsicht zu genießen ist.
  • Probieren geht über studieren. 🙂

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